Das Lesen der Anderen: Eine Lesebühne der besonderen Art

Wer trocken vorgelesene Texte erwartet, ist bei „Das Lesen der Anderen“ fehl am Platz: Die Lesebühne mit Musik ist ein Mischung aus Spaß, Witz und einer Brise Poetry Slam. Seit sieben Jahren treten Michael Jakob, GYMMICK, Thomas Schmidt und Peter Parkster als festes Ensemble in Fürth und Nürnberg auf.

Eine Lesebühne ist eine literarische Veranstaltungsform mit einem festen Autorenensemble. Sie tragen dem Publikum selbstverfasste, oft unterhaltsame Texte vor. Dabei finden diese Veranstaltungen wöchentlich oder monatlich am selben Ort statt.

Die Gründung

Für Michael Jakob stand schon seit 2007 fest, dass Franken eine Lesebühne braucht. Nach Berliner Vorbild wollte er ein Ensemble auf die Beine stellen, doch die passenden Mitglieder ließen bis 2013 auf sich warten.

„Dann kam irgendwann Thomas Schmidt auf die Poetry Slam Bühne und GYMMICK hab ich dann irgendwie kennengelernt über andere Shows und dann hab ich Peter noch mal angehauen. Seitdem sind wir vier passende Leute und es passt immer noch, auch im siebten Jahr, im verflixten siebten Jahr.“

Seitdem begeistern die Vier ihr Publikum mit abwechslungsreichen Shows, bei welchen sie beweisen, dass ihr Einfallsreichtum für neue Texte und Lieder kein Ende findet. Dabei ziehen sie ihre Inspiration aus allem, was ihnen im Alltag begegnet. Seien es gesellschaftliche Ereignisse, Politik oder das eigene Leben.

Die interaktive Lesebühne

Ein wichtiger Bestandteil der DLDA-Show ist die Einbindung des Publikums. Erst die Interaktion der Künstler auf der Bühne mit dem Zuschauerraum macht einen Besuch zu einem einzigartigen Erlebnis. Zum Beispiel darf das Publikum vorgeben, welche Texte Michael Jakob und seine Kollegen für die nächste Show schreiben sollen. Dabei sammeln die Künstler Stichworte, die die Besucher in der Pause vorschlagen, und wählen vier davon aus. Daraus entstehen für die Show im nächsten Monat drei Texte und ein Song.

„Normalerweise lassen wir uns immer Vorgaben geben und daraus entwickelt sich dann was Neues.“

Bei DLDA gleicht kein Abend dem anderen. Im Gegenteil: Die Lesebühne mit Musik entwickelt sich immer weiter. Vor einiger Zeit integrierten die Künstler einen speziellen Mittelteil in ihre Show, bei dem von Power-Point-Karaoke bis zu Google-Translator-Songs alles passieren kann. Bei letzterem ist das Publikum herzlich eingeladen mitzusingen.

„Also wir hatten anfangs drei Runden. Also jeder hat drei Texte, beziehungsweise drei Songs gemacht und das war dann gefühlt zu lang. Deswegen haben wir das runtergekürzt auf zwei Runden und dafür eben diesen Mittelteil ins Leben gerufen.“

Diese in Franken einzigartige Lesebühne ist ein Geheimtipp für alle Literaturbegeisterten und die, die es noch werden wollen. Wer noch nicht die Gelegenheit hatte, Michl, Thomas, Peter und GYMMICK live zu erleben, sollte sich dieses literarische Spektakel nicht entgehen lassen.

Dina Manevich

Jessica Moos

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