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Plogging in Forchheim – Ein Trendsport zum Schutz der Umwelt

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Plogging erfreut sich in Forchheim immer größerer Beliebtheit.

Klar, wer joggen geht, macht dies meist in der Natur. Aber wie lässt sich Joggen mit Umweltschutz vereinen? FrankenSein ging dieser Frage auf den Grund und fand die Antwort bei einem Plogging-Event in Forchheim. 

Plogging: Die Trendsportart, die sich in Deutschland immer größer werdender Beliebtheit erfreut, kommt ursprünglich von weit her – aus Schweden. Der Begriff setzt sich aus den beiden Wörtern Plocka und Jogging zusammen. Das schwedische Wort Plocka bedeutet dabei so viel wie „aufheben“ oder „sammeln“. Und das beschreibt auch schon den Habitus der Sportart. Die Plogger:innen laufen gemeinsam und heben dabei den herumliegenden Müll auf. 

Die Forchheim-Plogging-Events werden von einem vierköpfigen Team um die beiden Gründer Matthias Hösch und Toni Karabulut organisiert. „Diese Mischung aus Sport, Gesundheit und Umweltschutz ist einfach eine gute Sache – auch, wenn der ein oder andere am nächsten Tag ein wenig Muskelkater hat“, erklärt Matthias. Der ausgebildete Fitnesstrainer Toni ergänzt: „Wir haben eine vordefinierte Strecke, die jeder in seinem Tempo mitlaufen kann. Wir wärmen uns gemeinsam auf und machen zwischendurch Fitness-Übungen. Ich versuche den Teilnehmenden auch immer etwas für den Alltag mit auf den Weg zu geben – wie bücke ich mich richtig? Wie hebe ich etwas richtig auf?“ 

Toni Karabulut (l.) und Matthias Hösch (r.) sind die beiden Gründer von Forchheim Plogging.
Das Plogging-Event in Forchheim startet mit einem gemeinsamen Aufwärmen.
Unter der Aufsicht von Fitnesstrainer Toni absolvieren die Plogger:innen gezielte Übungen.
Im Anschluss begeben sich die Teilnehmenden auf die ca. fünf Kilometer lange Runde.
Alle Plogger:innen haben ihren eigenen Müllsack dabei.
Toni Karabulut (l.) und Matthias Hösch (r.) sind die beiden Gründer von Forchheim Plogging.

 „Jetzt wollen wir Plogging frankenweit publik machen“ 

Plogging-Events werden in Forchheim nun schon seit drei Jahren veranstaltet – während der vergangenen acht Monate war aufgrund der Pandemie jedoch Pause angesagt. Toni erzählt: „Während des Corona-Lockdowns haben wir Plogging@Home-Events veranstaltet. Da hatte jeder zu einem gemeinsamen Zeitpunkt vor seiner eigenen Haustür gekehrt. Aber es ist natürlich etwas ganz anderes, wenn wir als Gemeinschaft loslaufen und uns gegenseitig motivieren. Es freut uns sehr, dass wir wieder anfangen dürfen.“ Auch Matthias ist begeistert von dem gebliebenen Engagement der Plogger:innen und freut sich auf viele weitere Events in Zukunft: „Endlich ging es wieder los! Die Resonanz mit 16 Teilnehmenden war nach dieser langen Pause sehr zufriedenstellend. Der Start ist geschafft – jetzt machen wir weiter!“ 

Bereits zu Beginn der Eventreihe war die Begeisterung in der Forchheimer Bevölkerung groß. „Natürlich war der Wunsch da, dass es die Leute gut annehmen, mit so viel Zuspruch haben wir damals aber nicht gerechnet. Schon beim ersten Lauf hatten wir über 30 Teilnehmende“, erinnert sich Matthias an die Anfänge zurück. Er bleibt motiviert für die Zukunft: „Die Pandemie hat uns ein wenig ausgebremst, aber jetzt wollen wir in Forchheim wieder durchstarten und Plogging frankenweit publik machen“. 

Der meiste Müll befindet sich direkt am Straßenrand…
… aber auch am Flussufer findet sich jede Menge Abfall.
Auch wenn schon die kuriosesten Funde gemacht wurden…
… ist es hauptsächlich der kleine Müll, wie bspw. Zigarettenstummel, von dem die Plogger:innen die Stadt befreien.
Am Ende der Plogging-Runde haben alle Teilnehmenden einen vollen Müllsack zurückgebracht.
Der meiste Müll befindet sich direkt am Straßenrand…

„Es geht um unsere Umwelt“ 

Ziel ist es, zumindest möglichst viele Menschen zum Umdenken anzuregen, sodass diese ihren Müll nicht wahllos irgendwo hinwerfen, sondern ordnungsgemäß entsorgen. Toni sieht es folgendermaßen: „Ich finde es wichtig, über den Tellerrand hinauszuschauen, sich mit offenen Augen durch die Natur zu bewegen und sich auch nicht zu schade zu sein, den Müll von anderen aufzuheben. Es geht um unsere Umwelt“. Hört man den Berichten von Toni und Matthias zu, ist man schockiert, was alles einfach in der Natur entsorgt wird – von Kaffeemaschinen, Autoreifen sogar bis hin zu Toilettenschüsseln, die einfach im Wald herumliegen. 

Vielen Plogger:innen geht es darum, ihre Dankbarkeit gegenüber der Natur zu zeigen: Teilnehmerin und Mitorganisatorin Maria fasst es treffend zusammen: „Wir sind alle Bürger dieser Welt und leben zusammen mit der Natur in einer großen Gemeinschaft. Leider entfremden wir Menschen uns aber zunehmend von der Natur. Durch Plogging können wir zumindest einen kleinen Schritt wieder auf die Natur zugehen.“

Wenn ihr noch mehr über das Forchheimer Plogging erfahren oder vielleicht sogar selbst mitmachen wollt, dann schaut doch mal hier auf der Website vorbei, dort findet ihr alle Termine und wichtigen Informationen.

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