Zwischen Nachtwache und Poesie: Christine Diefenbacher Autorin aus Heilsbronn

Ein Beitrag von Katharina Beil, Jacqueline Keller

Zwischen alten Mauern, Kopfsteinpflaster und stillen Wegen entstehen Texte, die bleiben. Christine Diefenbacher kennt diese leisen Räume. Sie lebt und schreibt in Heilsbronn, einer Stadt, deren Schätze oft erst auf den zweiten Blick sichtbar werden.

In Heilsbronn ist Diefenbacher vielen nicht nur als Autorin bekannt, sondern auch durch ihr vielfältiges Engagement vor Ort. Sie schreibt nicht hauptberuflich, sondern aus einem inneren Antrieb heraus. Lange arbeitete sie als Übersetzerin – jemand, der Texte anderer nachdichtet und ihnen eine neue Sprache gibt. Mit der Zeit wuchs jedoch der Wunsch, eigene Gedanken festzuhalten und selbst kreativ zu werden.

2013 erschien ihr erster Lyrikband Augenblicke. Es folgte Nachsicht Nachtsicht Nachtschicht, ein Buch über den Berufsstand der Nachtwächterin. Die Erfahrungen dafür hat Christine Diefenbacher selbst gesammelt – als Heilbronner Nachtwächterin.

Viele Texte sind an einem besonderen Ort entstanden: in der Neuen Abtei in Heilsbronn. Die Atmosphäre und die Ruhe schaffen ideale Bedingungen für konzentriertes Schreiben. Heilsbronn ist für Diefenbacher weit mehr als nur ein Wohnort. Die Stadt inspiriert sie mit ihren stillen Ecken, ihren Geschichten und ihren Schätzen. Ideen entstehen oft beim Laufen durch die Stadt oder draußen in der Natur – und werden sofort notiert, damit nichts verloren geht.

Ein dritter Band ist bereits in Planung. Christine Diefenbacher steht damit für eine Seite Frankens, die leicht übersehen wird: kreativ, aufmerksam und tief mit dem eigenen Ort verwurzelt. Literatur, die hier entsteht – mitten in Franken.

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