Würzburger Inklusionsband Mosaik – Musik, die Grenzen überwindet: mit Rap, Gesang und Franken Elvis

Ein Beitrag von Jacqueline Keller, Katharina Beil, Mareike Jennes, Sophie Huber

Eine Idee, ein Traum, ein Casting – seit 2013 steht die Inklusionsband Mosaik aus Würzburg auf der Bühne. Mit Rap, Gesang und Rock’n Roll setzt ihre Musik ein Zeichen für Vielfalt und Zusammenhalt.

Über die Band

Ursprünglich handelte es sich bei der Idee um einen Auftritt bei der TV-Show, dem „Supertalent“ von RTL, woraufhin Antje Arlt, musikalische Leitung der Band, mit ihren Kollegen zusammen ein Casting in den mainfränkischen Werkstätten organisierte. Dabei haben sie laut Antje Arlt jede Menge Talente gefunden. Dazu zählen nicht nur die Musiker der Band, sondern auch Tänzer und Comedians. Über die Jahre hat sich die Besetzung der Band verändert. Doch einige Mitglieder wie Frederick „Freddy“ Calloway oder Christian „Schmitti“ Schmitt sind schon von Anfang an dabei. Jeder der drei Frontsänger vertritt dabei sein ganz eigenes Genre. Neben der deutschsprachigen Musik hat die Band Rap- und Beatboxteile sowie Rock’n Roll im Repertoire. Letzteres wird durch den Sänger Manuel Seitz vertreten, der durch seine „Franken Elvis“ Auftritte das Publikum begeistert.

Alle zwei Wochen kommt die Band für ihre Proben zusammen. Zwischen den Mitgliedern herrscht ein freundschaftliches, familiäres Verhältnis. Mittlerweile schreibt die Band ihre eigenen Lieder. Ursprünglich wurden sie dabei von Steffi List, Rocksängerin aus Unterfranken, unterstützt. Zur Anfangszeit der Band schrieb sie die Lieder und verhalf der Band ein paar Monate nach dem Casting zu ihrem ersten Auftritt bei der „Nacht der Toleranz“. Inzwischen hat Mosaik mehrere nationale und internationale Auftritte zu verzeichnen und hat neben Steffi List weitere Musikikonen wie Peter Maffay getroffen.

Wie entstehen die Songs?

Die Entwicklung eines neuen Liedes dauert im Schnitt um die drei bis vier Wochen. Dabei entsteht jedes durch eine erste Idee der Bandmitglieder. Diese wird mit den anderen Mitgliedern geteilt und weitere Gedanken und Themen zu dieser Idee gesammelt. Danach werden sie von Antje Arlt zu Texten zusammengefügt und von Rainer Kraus (Gitarrist), Martin Tomaschewski (Bassist) und Dominic Mathes (Schlagzeuger) in einen Song umgesetzt, auf welchen Antje Arlt die Melodie setzt. Anschließend geht es in den Proberaum, wo geschaut wird, ob es noch weitere Gedanken zu den Stücken gibt. Wenn dieses nicht der Fall ist, geht es ins Studio, wo das Werk aufgenommen wird.

Was wünsche ich mir für die Zukunft?

Antje Arlt: „Ich wünsche mir für die Zukunft, dass MOSAIK Inspiration für viele Menschen ist Träume zu verwirklichen, an sich zu glauben und gemeinsam Inklusion und Teilhabe in der Gesellschaft voranzubringen. Künstlerische und kulturelle Angebote für und mit Menschen mit Behinderung müssen zur Selbstverständlichkeit werden. Dafür braucht es mehr Wertschätzung und Unterstützung der umfassenden Arbeit, die hinter inklusiven Projekten wie MOSAIK steckt. Für die Band wünsche ich mir, dass sie noch lange gemeinsam auf der Bühne stehen können.“

Christian Schmitt: „Das die Leute von unseren Texten Mut kriegen und einfach sehen, dass wir auch mit Handicap und so viel schaffen können und dass die Leute eben da auch Mut kriegen und wenn es nach mir persönlich geht, kann das noch ganz lange so weiter gehen mit Konzerte und Auftritte.“

Frederick Calloway: „Die Zukunft von unserer Band, da würde ich mir wünschen, dass wir noch ziemlich lang so mit der Musik Spaß haben und unterwegs sind und noch ein bisschen mehr Auftritte kriegen. Noch ein bisschen bekannter werden vielleicht. Das wäre schön.“

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