Glasgestaltung in Nürnberg – Zwischen Tradition und Handwerkskunst

Ein Beitrag von Mareike Jennes, Sophie Huber

Meisterwerke aus Glas entstehen in der Werkstatt von Glasmacher Cornelius Réer in Nürnberg. Das Besondere an seiner Arbeit ist, dass der Glasgestalter Glasobjekte für den Tisch entwickelt, aber auch darüber hinaus geht. Wiederholung und kleine Fehler inspirieren ihn für weitere Werke.

Über den Glasmacher:

Vor über 40 Jahren hat der Glasgestalter Cornelius Réer mit seinem Handwerk begonnen. Als Lehrling in einer Glashütte hat er das Handwerk über drei Jahre hinweg gelernt, wobei er laut eigener Aussage nicht wirklich etwas gelernt hatte. Nach seinem Zivildienst entschied sich der Glasmacher dafür, beim Thema Glas zu bleiben. Somit hat er sich in den folgenden elf Jahren in verschiedene Werkstätten eingemietet. Die Verantwortung und die hohen Kosten, die so ein großer Ofen mit sich bringt, waren ihm zu diesem Zeitpunkt seiner Karriere noch zu hoch. Durch die Einmietung kam der Gestalter viel herum und er konnte eine Menge an Kontakten in der Glaswelt knüpfen. Aus diesen Kontakten sind auch Freundschaften entstanden, die bis heute anhalten.

Glücklicherweise fanden seine Werke großen Andrang, so zum Beispiel auf der Frankfurter Messe. Seit diesem Event war ihm klar, dass er Dinge machen sollte, die für den Alltag zu gebrauchen sind. Gleichzeitig war ihm aber auch bewusst, dass er sich nicht mit Dingen aufhalten wollte, die seinen Kenntnisstand übersteigen. Dazu gehören aufwendige Skulpturen.

Ein Nachteil des Einmietens in verschiedene Werkstätten ist, dass die Produktion immer zu langsam ist. Neue Produkte zu entwickeln benötigt Zeit und sich wiederholende neue Ansätze, die in den eingemieteten Werkstätten nicht gegeben war.

Daraus zog der Glasmacher den Schluss, sich einen eigenen Ofen zuzulegen. Zuerst stand dieser in Fürth. Im Jahr 2008 zog er in die heutige Werkstatt in Nürnberg um, wo der Glasmacher bis heute aktiv ist.

Wie Cornelius Réer seine Werke zusammen mit seiner Kollegin herstellt, zeigt das Video.

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