Beim Bark Date dreht sich alles um das perfekte Match zwischen Mensch und Hund. In lockerer Atmosphäre lernen Interessierte Tierschutzhunde kennen, die auf der Suche nach einem neuen Zuhause sind. Das Konzept hat sich inzwischen deutschlandweit etabliert und verhilft zahlreichen Hunden zu einer zweiten Chance.
Viele Hunde aus dem Tierschutz warten jahrelang auf das richtige Zuhause. Gleichzeitig wissen viele Familien und Einzelpersonen, die sich einen Hund wünschen, oft nicht, wo sie mit der Suche nach einem passenden Lebensbegleiter beginnen sollen. Genau zu diesem Zweck wurde das „Bark Date“ im Jahr 2023 ins Leben gerufen. Die Gründerin Lisa Williams stand damals vor demselben Problem wie viele andere: Als Pflegestelle für einen Tierschutzhund wollte sie ein dauerhaft passendes Zuhause für den Hund finden.
So entstand das Konzept der „Bark Dates“, die mittlerweile regelmäßig in ganz Deutschland stattfinden. Dabei handelt es sich um zwanglose Kennenlerntreffen in lockerer Atmosphäre, beispielsweise in Parks. Bis zu 30 Hunde aus Tierheimen und Pflegestellen können hier vorgestellt werden und von beliebig vielen Interessierten kennengelernt werden. Direkt mit nach Hause genommen werden die Hunde jedoch nicht. Die Veranstaltungen dienen vielmehr dem ersten Kennenlernen, bevor anschließend der reguläre Vermittlungsprozess beginnt.
Das Konzept scheint gut anzukommen. Zahlreiche Interessierte nutzen das Angebot – so auch Klaus und Renate aus Nürnberg. Auf der Suche nach einem Hund, der sie durch ihren Rentenalltag begleitet, besuchten sie das Bark Date in Nürnberg. Bereits vor Ort haben sie einen Hund kennengelernt, den sie künftig noch besser kennenlernen möchten. Wie erfolgreich das Konzept ist, zeigen auch die Vermittlungsquoten: Marcel Goller, Hundetrainer und Unterstützer des Bark Dates, betont, dass bei einzelnen Veranstaltungen bis zu 40 Prozent der vorgestellten Hunde letztlich vermittelt werden und damit ein neues Zuhause finden.

Weniger erfolgreich verlief bislang die Vermittlung der Hündin „Linne“. Aufgrund ihres fehlenden Beins müssen potenzielle Halter einige Voraussetzungen erfüllen, etwa ebenerdig wohnen, damit sie keine Treppen steigen muss. Im Alltag zeigt sich die Hündin jedoch genauso aktiv und lebensfroh wie viele ihrer Artgenossen. Auch nach ihrem zwanzigsten Bark Date gibt Pflegestelle Mirjam die Hoffnung nicht auf und sucht weiterhin nach einem passenden Zuhause für Linne.
Bei Interesse an Linne gerne an die Tierhilfe Lebenswert wenden.







